Die RP Online meldet letzte Woche, dass es nach eigenen Tests nach wie vor große Sicherheitslücken bei der Gesundheitskarte gibt. Patientendaten sind nach wie vor nicht sicher, hat deren Überprüfung ergeben. Die Redaktion konnte mit wenigen Mausklicks und einigen Anrufen bei der für den Test ausgewählten Barmer GEK ohne Probleme, Informationen über Arztbesuche und Medikamentationen abfragen.
Wie RP Online berichtet, ist dies bereits der fünfte Fall in den letzten 20 Monaten, in dem es durch das einfach strukturierte Anmelde-Verfahren zu den Online-Services der Krankenkassen (darunter neben der Barmer GEK auch die AOK) zum vollständigen Zugriff auf das Versicherten-Profil kommen kann. Was dazu nötig ist? Es reichen Name, Geburtsdatum, Versichertennummer, eine neu auf den Namen des Versicherten ausgestellte Email-Adresse bei einem beliebigen Anbieter sowie ein Telefonat mit der Versicherung.
Doch das ist nicht neu. Bereits 2014 wurde diese Vorgehensweise als Schwachstelle aufgedeckt, die Krankenkassen informiert. 2015 war der Vorgang immer noch nachvollziehbar (siehe ZDF Videobeitrag). Getan hat sich seither wenig bis nichts. Daher ist auch die Bundesdatenschutzbeauftragte, Andrea Voßhoff “not amused”.
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