Holocaust Mahnmal Berlin

Man mag von unse­rer der­zei­ti­gen Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser hal­ten, was man will und man kann auch nicht mit allem ein­ver­stan­den sein, was aus ihrem Haus vor­an­ge­trie­ben (Vor­rats­da­ten­spei­che­rung etc.). Aber in einem Punkt hat sie auf jeden Fall mehr als recht: Und zwar bei der gefor­der­ten Abgren­zung durch Unter­neh­mer und Unter­neh­men gegen Rechts­extre­mi­mus. In einer Zeit, in der Apps vor Pro­duk­ten war­nen, die aus Isra­el stam­men (“Kauft nicht bei Juden”) und Unter­neh­mens­len­ker in Gesprä­chen mit Vor­sit­zen­den von rech­ten Par­tei­en kei­ner­lei Nähe zum Natio­nal­so­zi­a­li­mus (“But­ter­milch auf den Augen?”) ent­de­cken kön­nen, hat die­se For­de­rung ein maxi­ma­les Maß an Daseinsberechtigung.

Die 3 Mar­ken der a.s.k. (a.s.k. Daten­schutz, a.s.k. Infor­ma­ti­ons­si­cher­heit und a.s.k. Aka­de­mie) sind nicht sys­tem­re­le­vant. Unse­re Mit­ar­bei­ter­zahl ist über­schau­bar. Klein, aber fein und am Ende nur ein klei­ner Trop­fen im Oze­an. Aber jede Stim­me zählt und uns alle im Team eint der Gedan­ke und die Über­zeu­gung, dass es Zeit ist, kla­re Kan­te gegen Rechts zu zei­gen. Für natio­nal­so­zia­lis­ti­sches Gedan­ken­gut gibt es bei uns kei­nen Platz. Wer meint, Het­ze gegen Juden oder Aus­län­der im All­ge­mei­nen oder die Abschaf­fung der demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung löse sei­ne per­sön­li­chen Pro­ble­me oder die Her­aus­for­de­run­gen der Gesell­schaft vor den gro­ßen (und oft haus­ge­mach­ten) Pro­ble­men der Zukunft, der hat bei uns weder im Team noch als Kun­de etwas ver­lo­ren. Wir wer­den wei­ter­hin (mone­tä­re) Unter­stüt­zung leis­ten, um Orga­ni­sa­tio­nen im Kampf gegen Rechts­extre­mi­mus zu hel­fen. Wir brin­gen uns aber auch selbst ehren­amt­lich gegen Rechts ein, wo es mög­lich ist z.B. auch bei der frei­wil­li­gen Mel­dung für Schöf­fen­plät­ze, um dort kei­nen Platz für Rechts-Sym­pa­thi­san­ten zu lassen.

“Du bist dolz, ein Steut­scher zu sein?” — Dein Ding. Aber nicht unse­res. #kla­re­kan­te­ge­gen­rechts

Nach­trag vom 12.12.2023:

Uns haben inter­es­san­te Rück­mel­dun­gen zu die­sem Bei­trag per Email erreicht. Dar­in fand sich die gan­ze Band­brei­te des rech­ten What­a­bou­tism und Recht­fer­ti­gungs­ge­schwur­bels begin­nend von “Man darf heu­te nicht mehr alles sagen” über “Links gibt es auch Extre­me” bis hin zu wir wären Steig­bü­gel­hal­ter des kom­men­den Über­wa­chungs­staats. Nun ja, las­sen wir das mal ein­fach so ste­hen und wirken 🙂

Mitt­ler­wei­le haben wir uns im Team abge­stimmt und unse­re jähr­li­che Spen­de ging an die Jugend­in­itia­ti­ve “Kein Bock auf Nazis”. Ein bemer­kens­wer­tes Pro­jekt, das noch deut­lich mehr Unter­stüt­zung und Auf­merk­sam­keit benö­tigt. Die rech­ten Dem­ago­gen fischen erfolg­reich über sozia­le Netz­wer­ke und vor Schu­len und Jugend­zen­tren nach unauf­ge­klär­tem Nach­wuchs, der noch anfäl­lig für deren Paro­len ist. Hier leis­tet “Kein Bock auf Nazis” wich­ti­ge Auf­klä­rungs­ar­beit gegen Rechts­extre­mis­mus: “Kein Bock Auf Nazis (KBAN) ist Deutsch­lands größ­te unab­hän­gi­ge Jugend-Initia­ti­ve gegen Rechts­extre­mis­mus und Ras­sis­mus. Seit 2006 unter­stüt­zen, ver­net­zen und infor­mie­ren wir Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne zum The­ma Rechts­ruck, Ras­sis­mus und Neo­na­zis. Wir sind laut. Wir machen Mut. Wir hel­fen aktiv zu werden.”

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3 Responses

  1. Ein pas­sen­des Zitat wur­de uns zugetragen:

    Wenn es quakt wie eine Ente, wat­schelt wie eine Ente und sich von „gegen Enten!“ ange­spro­chen fühlt, ist es ver­mut­lich eine Ente.

    Oder wie es ein ande­rer Kom­men­ta­tor per Email aus­ge­drückt hat:

    Wenn man einen Nazi, der Nazis wählt, als Nazi bezeich­net, dann ist der Nazi schnell beleidigt.

  2. Wer sogar beim Kaf­fee­trin­ken kla­re Kan­te gegen Rechts zei­gen möch­te, kann das mit die­ser Espres­so-Mischung ger­ne tun

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    Wie­so “Bel­la Ciao”? Das Lied Bel­la Ciao ist das Lied des ita­lie­ni­schen Wider­stan­des und der Par­ti­sa­nen, die gegen die faschis­ti­sche Dik­ta­tur Mus­so­li­nis und die Beset­zung durch Hit­lers Nazi-Sol­da­ten kämpf­ten. Es ist das Lied vom 25. April, dem Tag, an dem Ita­li­en die Befrei­ung vom Nazi­fa­schis­mus feiert.

  3. Da wir per Email zahl­rei­che Kom­men­ta­re, teil­wei­se jus­ti­zia­bel und daher auch ange­zeigt, erhal­ten haben, ist es uns eine Freu­de, die­sen Bei­trag fort­zu­füh­ren mit Zita­ten aus den Email-Kom­men­ta­ren, aber auch wei­te­ren hilf­rei­chen Links zum Thema.

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