Passwort-Safes zu Unrecht wenig beliebt

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Laut einer aktuellen Bitkom Studie nutzen lediglich 24% der befragten Internetnutzer Passwort-Safes für Computer und Online-Dienste. Das sind 5% Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr, was seitens Bitkom auf ein gestiegenes Problembewußtsein seitens der Nutzer aufgrund der NSA Affäre zurückzuführen sei. Die Mehrheit bevorzugt jedoch nach wie vor einfache und mehrfach genutzte Passwörter. Letzters wird schnell zum Problem, wenn ein Account erfolgreich kompromittiert wurde.

Über die Länge und Komplexität von Passwörtern werden wahre Glaubenskriege geführt. Kann es der einen Partei nicht lang und komplex genug sein, zeichnet sich die Gegenseite durch eine teilweise naive Sichtweise auf das Thema aus. Die Lösung wird – wie so oft – dazwischen liegen. Fakt ist, zu kurze Passwörter eventuell noch ohne Komplexität sind ein gefundenes Fressen, sofern keine weiteren Hürden wie Login Sperren nach x Fehlversuchen aufgestellt sind. Fakt ist aber auch, ein zu langes Passwort ist aus der Praxis heraus unsicher, da es sich der Anwender nicht merken kann und irgendwo niederschreibt.

Einen Kompromiss stellen Passwort-Safes dar. Diese werden durch ein einmaliges komplexes sicheres Passwort geschützt und in der dahinterliegenden Datenbank werden alle anderen Zugangsdaten für Computer und Online-Dienste verschlüsselt abgelegt. So muss sich der Nutzer erst mal nur das Hauptpasswort merken, das gelegentlich auch geändert werden kann (und sollte). Alle weiteren zu schützenden Informationen sind sicher im Container des Passwort-Safes gespeichert. Mit weiteren Lösungen wie z.B. Boxcryptor kann die Datenbank dann sogar in Cloud-Diensten zusätzlich verschlüsselt abgelegt werden. Der Zugriff ist für die gängigsten Lösungen ist jederzeit vom PC oder auch mobilen Geräten mit Android und iOS möglich. Natürlich sollten mobile Endgeräte mit weiteren Schutzmaßnahmen versehen sein, damit der Passwort-Safe nicht frei zugänglich ist bei Verlust des Geräts.

Online Speicherdienste (zumeist von amerikanischen Anbietern) sollten sich mit etwas gesundem Menschenverstand von selbst verbieten.

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